Allgemein

Aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen Aufgabenstellung, dem Zustrom von Flüchtlingen adäquat zu begegnen, hält das Ev. Kinderheim Herne für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, als zusätzliches Angebot zu den UMF-Regelgruppen (ab Nov. 2015), die außengeleitete UMF-WG vor. In einem Mehrfamilienhaus teilen sich zwei Jugendliche/ junge Heranwachsende (Alter 16-21) eine Wohnung und werden sozialpädagogisch betreut.
Die UMF-WG ist ein Angebot für junge Menschen, welche aufgrund ihres Fluchthintergrundes noch erheblicher Hilfen, sowohl bei der sozialen als auch in ihrer psychischen Entwicklung bedürfen. Ziel der Maßnahme ist es, die jungen Menschen zu befähigen, sich in die Gesellschaft zu integrieren und sich eine schulische/berufliche Perspektive zu erarbeiten.
Die Stärkung der vorhandenen Ressourcen steht hierbei ebenso im Vordergrund, wie das Erfahren und Erproben von Praktiken des “Einlebens und Erwachsenwerdens” in einer fremden Gesellschaft und der Spracherwerb.
Die Betreuung in der UMF-WG findet in der Regel zu den Zeiten statt, in denen es sinnvoll und notwendig ist. Das kann individuell sehr unterschiedlich sein. Eine Übernachtbetreuung ist nicht vorgesehen.
Von Anfang an orientiert sich die Betreuung an der Alltagsrealität unter Berücksichtigung der besonderen Erfordernisse durch kulturelle, sprachliche und rechtliche Rahmenbedingungen. Des Weiteren wird durch den psychologischen Dienst der Einrichtung eine Ersteinschätzung und gegebenenfalls Weitervermittlung oder Behandlung eventueller belastender oder traumatischer Erfahrungen vorgenommen.
Während des gesamten Unterbringungszeitraumes stehen die Mitarbeiter/innen im Austausch mit den gesetzlichen Vertretern (Vormund/Vormünderin) und dem zuständigen Jugendamt.

Gewalt, ausgeübt von und an Kindern und Jugendlichen ist ein Phänomen, das in allen Ländern dieser Welt zu beobachten ist.
Trotz wachsender medialer und damit gesellschaftlicher Aufmerksamkeit findet die Arbeit mit sexuell übergriffigen Kindern und Jugendlichen noch immer nicht ausreichend Beachtung. Besonders in der Arbeit mit Kindern mit kognitiver Einschränkung, die sexualisiert gewalttätiges Verhalten zeigen, gibt es aktuell bundesweit kaum spezialisierte Angebote.
Dieser Versorgungslücke stellt sich das Ev. Kinderheim Herne in Kooperation mit der Beratungsstelle „Neue Wege Bochum, Ambulante Rückfallvorbeugung Caritas Bochum e.V. mit der Wohngruppe KommPass´ U14 (ATLAS) entgegen.
Die Arbeit mit diesen Jungen verfolgt als oberstes Ziel die Vermeidung von neuen „Opfern“ und basiert zeitgleich auf dem Recht eines jeden Kindes auf Förderung in seiner Entwicklung zu einer eigenverantwortlich, gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.
Die Opfergerechte Täterarbeit dieser Intensivwohngruppe orientiert sich hierbei eng am Leitbild des ev. Kinderheims Herne:

Wir wollen ISOLATION ÜBERWINDEN,
wir wollen GEMEINSCHAFT ERÖFFNEN,
wir wollen PERSPEKTIVEN ENTWICKELN.

Das Ev. Kinderheim bietet seit dem 1.3.2012 am Trimbuschhof in Herne ein Intensivangebot für besondere Bedarfe an.
Die Ev. Kinderheim, Jugendhilfe Herne & Wanne-Eickel gGmbH hat in der Vergangenheit viele Antworten und Modelle für Jugendliche in besonderen Lebenssituationen gefunden. Mitarbeiter aus unterschiedlichen Intensivangeboten des Kinderheims Herne haben jedoch festgestellt, dass manche Jugendliche ein besonderes Angebot mit einer hohen Beziehungsdichte benötigen und dieses, soweit uns bekannt einmalige, Konzept entwickelt. Also ein Angebot für Jugendliche, die mehrfach in Intensivgruppen gescheitert sind. … mehr

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